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Die Installation Evil Eye besteht aus zwei Teilen: einer überdimensionierten aufgestellten Hand und zwei dahinter versteckten Figuren. Die Figuren haben beide sowohl männliche als auch weibliche Geschlechtsmerkmale wie Brüste oder Penis. Die Hand zeigt die typische „Stop!“-Geste, wie man sie von Warnschildern oder auch als Symbol des Schutzes vor dem „Bösen Blick“ kennt. Anders als bei der symbolisch schützenden Hand, in der sich oft mittig ein Auge befindet, ist hier ein Türspion eingebaut.

Die Blickrichtung kehrt sich also um. Die Besucher schauen quasi durch das Auge und können dahinter – stark verzerrt – die beiden Figuren entdecken, die ansonsten von der Hand verborgen sind. Von Weitem erinnert der Türspion zugleich an die Mitte einer Zielscheibe und wirkt bedrohlich. Die Blicke der Betrachtenden treffen die Figuren ungeschützt, während die Besucher vor den Figuren verborgen sind. Türspione lassen den Blick nur in einer Richtung zu. Der Installationsaufbau markiert damit ein Blickregime und die Hand wirkt doppeldeutig: Einerseits bietet sie den Figuren vermeintlichen Schutz vor „bösen Blicken“, andererseits schafft sie einen Raum, in denen die Figuren den Blicken anderer ausgeliefert sind und in ihrer Andersartigkeit noch betont werden.

Oder gilt der vermeintliche Schutz gar nicht den Transfiguren? Sollen gar die Besucher geschützt werden, vor der Andersartigkeit von Transmenschen? Werden damit die transphoben gesellschaftlichen Mechanismen offengelegt?