zusammen mit Paul ter Veld
für die Dauerausstellung Rheinblicke-Einblicke im Schlosspark Köln-Stammheim
Eröffnung: 12.-13. Juni 2011

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Von Ferne glänzen bunte Farbflecken durchs Blätterwerk, Vogelgezwitscher lockt uns näher. Da steht einer im Schlosspark, er sieht aus wie diese Papierpuppen, die Kinder ausschneiden. Allerdings handelt es sich hier um in die Dreidimensionalität verbogenes schweres Metall, um einen schweren Immobilienspieler – er jongliert mit Lofts.
Wer ist das?
Nun ja, es gibt Pläne, Häuser am Rande des Schlossparks Stammheim zu bauen. Der Immobilienmakler hat gut Lachen beim Verkauf dieser Häuser, er treibt dabei sein Spiel.
Und was ist mit den Wohnungssuchenden? Die Skulptur steht als Symbol für die Mietpreissteigerung in Großstädten, die zu einer Vertreibung der ansässigen Bevölkerung mit niedrigerem Einkommen führt, ganz gleich, ob die Menschen dort ihr ganzes Leben verbracht haben. Dadurch verändert sich die gesamte Struktur der einzelnen Stadtviertel, die Vielfalt nimmt ab. Zugleich soll die Skulptur darauf aufmerksam machen, dass die Häuser am Schlosspark nicht für enorme Preise an Gutbetuchte verkauft, sondern die Wohnungsnot mildernd an Menschen mit niedrigem oder mittlerem Einkommen vermietet werden sollen, die den Schlosspark auch wirklich nutzen.
Wir hoffen, dass ganz unterschiedliche Vögel die Lofts besetzen, sich dort einnisten und vermehren.

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