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Hier sein oder nicht hier sein, das ist die Frage.
Nach einem anstrengenden Tag suchen wir im Park Entspannung und Ruhe auf einer Bank. Wir entdecken eine neue Parkbank und sehen beim Näherkommen, dass sie schon besetzt ist. Doch wer sitzt dort?
Parks dienen den Menschen zur Erholung und Freizeitgestaltung. Wenn man auf einer Bank sitzt und die Gedanken baumeln lässt, tauchen Ideen und Überlegungen auf. So auch die Frage, ob wirklich alle Menschen den Park nutzen können.
Wer fehlt?
Natürlich fehlen alle, die körperlich nicht in der Lage sind, hierher zu kommen. Doch es gibt noch andere Gründe: Für illegalisierte Menschen gilt hier in Deutschland die „Residenzpflicht“, welche die Bewegungsfreiheit auf einen kleinen definierten Bereich beschränkt. So ist dieser Park für viele Menschen (ohne Papiere, Asylbewerber/innen) unerreichbar.
Unsere Skulptur symbolisiert die Lücke (gap), die ein fehlender Mensch auf der Parkbank „abbildet“, sich somit in Erinnerung ruft und ins Gespräch bringt mit der sitzenden Person – sowie mit uns als Parkbesucher/innen. Damit möchten wir die Lücke in unseren Köpfen schon mal schließen, in der Hoffnung, dass sich auch die tatsächliche Lücke schließt.
Mind the gap!